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Die fiktiven Welten in der modernen Fantastik und im höfischen Roman des Mittelalters im Vergleich

Es ist eine allgemein bekannte und anerkannte Tatsache, dass die Welten der  phantastischen  Literatur  oft  ihre  Inspiration  in  den  mittelalterlichen
Quellen  finden.  Besonders  auffällig  ist  die  Anwesenheit  von  magischen Wesen, mit denen sowohl die Welten der phantastischen als auch die der
mittelalterlichen  Literatur  bevölkert  sind.  Dieser  Artikel  nimmt  sich  zum Ziel die Struktur von den beiden Wertetypen tiefer zu untersuchen und zu
vergleichen. Es wird dabei gezeigt, dass die Übereinstimmungen an mehreren Ebenen zu finden sind.
In dem vorliegenden Artikel werde  ich meine Behauptungen meistens allgemein  vorstellen,  sie  basieren  jedoch  auf  konkreten  Beispielen.  Ich
habe  mit  vielen  Werken  aus  beiden  Gattungen  gearbeitet,  einige  Autoren waren mir jedoch besonders wichtig. Zur Fantastik istdas eindeutig J. R.
R. Tolkien als der große Klassiker und im Gegensatz zu ihm Neil Gaiman –  ein  Autor,  dessen  Werke  die  Normen  der  Gattung  oft  verletzen,  oder
vielleicht neu definieren. Bei den höfischen Romanen war mir Chrétien de Troyes besonders wichtig – einer der bedeutendsten Autorendes mittelalterlichen Romans. Obwohl es mindestens umstritten ist, ob er als Gründer der Gattung bezeichnet werden kann, war sein Werk invielen Sichten Vorbild für weitere Autoren. So ist seine Stellung zummittelalterlichen Roman ähnlich  wie  die  Stellung  Tolkiens  zur  Fantastik.  Aus  den  deutschsprachigen Autoren habe ich vor allem mit den Werken von Hartmann von Aue gearbeitet. Noch ein Gedicht war für mich von besonderer Bedeutung und zwar  Sir  Gawain  und  der  Grüne  Ritter.  Der  Name  des  Autors  ist  nicht mehr  bekannt,  doch  er  zählt  trotzdem  zu  den  wichtigsten  Autoren  des  Mittelalters.  Darüber  hinaus  wurde  es  von  Tolkien  übersetzt  und  analysiert.

 


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