Life Writing als Death Writing
Die Frauen der Shoah und ihre Überlebenstexte
Abstract
Dieser Beitrag untersucht autobiografische und fiktionale Texte der Shoah, die von Frauen verfasst wurden und in denen Träume eine zentrale Rolle spielen. Mit einem besonderen Fokus auf die Werke von Charlotte Delbo und Anna Langfus soll aus einer vergleichenden Perspektive heraus gefragt werden, inwiefern der Traum als ein Erzählverfahren verstanden werden kann, das dem Ausdruck verleiht, was im Diskurs über die Shoah immer wieder als das „Unsagbare“ bezeichnet wird. Im Zentrum der Auseinandersetzung steht die Frage nach einem spezifisch weiblichen Traumwissen der Shoah und der Affinität zwischen Traum und écriture féminine.
